New PDF release: Patientenwelten: Krankheit und Medizin vom späten 18. bis

By Jens Lachmund

ISBN-10: 3322997359

ISBN-13: 9783322997357

ISBN-10: 3810013846

ISBN-13: 9783810013842

Dieses Buch geht auf ein Forschungsprojekt zuruck, das an der Universitat Bielefeld angesiedelt conflict und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert wurde. Thomas Rosemann struggle in der ersten section und Hanna Beneker in der darauffolgenden Zeit an der Projektarbeit beteiligt. Das Buch hat auch von vielen kritischen Anregungen und praktischen Hinweisen profi tiert, mit denen Kollegen und Freunde unsere Arbeit begleiteten. Eine erste Fassung des Manuskripts hat Gerd Gockenjan (Bremen) ausfuhrlich mit uns diskutiert. Ihnen allen sei an dieser Stelle herzlich gedankt. Jens LachmundlGunnar Stollberg eight Einleitung Die Zeit zwischen dem ausgehenden 18. und dem fruhen 20. Jahrhundert warfare eine Schlusselperiode fur die Herausbildung der modernen Medizin. Zum einen befanden sich die Handlungsgrundlagen der Arzteschaft im Umbruch: Krankheitskonzepte und Behandlungsweisen, die sich zum Teil bis in die Antike zuruckverfolgen lassen, wurden durch ein zunehmend komplexeres Expertenwissen ersetzt, das aus der Forschung in Kliniken und Laboratorien hervorging. Zum anderen konnte sich die medizinische occupation als zentrale Instanz der Krankenversorgung etablieren: die Verdrangung bzw. Unterord nung konkurrierender Heilberufe (z. B. Wundarzte, Bader, Hebammen), die quantitative growth und der soziale Prestigegewinn der Arzteschaft, das Entstehen neuer Institutionen wie des Krankenhauses und des Kassenarzte- all dies trug dazu bei, dass immer grossere Bevolkerungskreise im Krankheits fall eine medizinische Versorgung in Anspruch nahme

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216pages. 23,4x15x3,2cm. Broché.

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Aus seiner späteren Perspektive erklärt Bronner jedoch das Phänomen mit einer Mischung von psychologischen und naturwissenschaftlichen Momenten: 49 ,,Nun war es wohl kein Wunder, wenn die starke Anstrengung seiner Augen, um den rechten Weg aufzufinden, auch ohne einen äußerlichen Gegenstand auf der Netzhaut ein phosphorescirendes Phänomen (physisches Ocularspectrurn) bewirkte, und wenn seine Furcht diesem Lichtspectrurn Gestalt und Bildung seiner todtkranken Mutter lieh" (Bronner 1795, 1179).

Möglicherweise liegt die Bedeutung dieser Praxis nicht so sehr im Schutz vor Ansteckung, als in der Ausgrenzung der Krankheit als einer spezifischen sozialen Situation. Sie organisiert einen abgegrenzten Raum von Intimität, der das Krankheitsgeschehen von den normalen Alltagsgeschäften entkoppelt. ). Trotz seiner Einbettung in den familiären Rahmen stellt das Krankenbett aber immer auch einen öffentlichen Ort dar. Es bildet den Brennpunkt einer oft bunten Krankenbettgesellschaft. B. 53 Harms 1851), sind es vor allem Angehörige, Freunde und Nachbarn, die sich am Krankenbett versammeln.

Daraufhin wurde ihr übel, und ihr Mann mußte sie nach Hause bringen: "Kaum aber war ich zu Bett gebracht, so kamen die Folgen der Unmäßigkeit des Abends, ein heftiges Erbrechen, das einen starken Blutsturz verursachte und mir beinahe bei allen sonstigen glücklichen Umstande, das Leben gekostet hätte" (Milow 1987, 118). ). Besonders hohe Quantitäten, die "Unmäßigkeit" im Genuß von Nahrungsmitteln und Getränken, gelten als krankheitsverursachend. Andererseits wird oft im Zusammenspiel mit diesem Kriterium auch die Qualität der Nahrung auf ihre gesundheitlichen Wirkungen hin eingeschätzt.

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Patientenwelten: Krankheit und Medizin vom späten 18. bis zum frühen 20. Jahrhundert im Spiegel von Autobiographien by Jens Lachmund


by Joseph
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